48.26 Schriftspezifikation

Die Hollywood-Schriftspezifikation ist die Notation, die verwendet werden muss, wenn neue Schriftarten mit SetFont(), OpenFont() oder @FONT zu öffnen sind. Diese drei Befehle benötigen eine Zeichenkette mit der Beschreibung der Schriftart, die Sie öffnen möchten. Diese Zeichenfolge muss diese Richtlinien befolgen:

  1. Verwenden Sie keine Dateinamen, sondern den Schriftnamen! z.B.

     
    SetFont("dh0:Fonts/Goudyb.font", 23)   ; --> falsch!
    SetFont("Goudyb", 23)                  ; --> richtig!
    OpenFont(1, "c:/Windows/Fonts/Arial.ttf", 36)  ; --> falsch!
    OpenFont(1, "Arial", 36)                       ; --> richtig!
    

    AUSNAHME: Ab Hollywood 4.7 gibt es eine neues Schriftartenmodul namens #FONTENGINE_INBUILT. Wenn Sie dieses Modul verwenden, können Sie die Font-Datei direkt angeben, aber nur für *.ttf Schriften! So würde der folgende Code mit Hollywood 4.7 und höher legal sein:

     
    OpenFont(1, "c:/Windows/Fonts/Arial.ttf", 36, {Engine = #FONTENGINE_INBUILT})
    

  2. Auf manchen Systemen werden Groß- und Kleinschreibung im Fontnamen beachtet, wenn Sie #FONTENGINE_NATIVE verwenden (zum Beispiel auf dem macOS). Daher sollten Sie immer den Namen in genau der gleichen Weise der Schriftart angeben, wie sie in der Schrift erscheint. Dies kann mögliche Probleme vermeiden.

     
    SetFont("arial", 36)  ; --> falsch!
    SetFont("Arial", 36)  ; --> richtig!
    

  3. Für TrueType-Schriftarten besteht die Font-Spezifikation aus zwei Teilen: 1) Der Name der Schrift und 2) seine Stilparameter. Es muss ein Leerzeichen zwischen dem Namen und dem Stil sein. Wenn es mehrere Stile sind, müssen sie jeweils durch Leerzeichen getrennt werden. Z.B.

     
    SetFont("Arial", 36)
    SetFont("Arial Bold", 36)
    SetFont("Arial Bold Italic", 36)
    

    Natürlich könnte man auch "Arial" öffnen und dann SetFontStyle() mit #BOLD oder #ITALIC aufrufen, aber der Vorteil es direkt mit SetFont() zu laden ist, dass dies die entworfenen fett/kursiv Variante der TrueType-Schriftart öffnet. SetFontStyle() auf der anderen Seite erstellt fett und kursiv mit einem Algorithmus, der nicht so gut aussieht wie die speziell für fett/kursiv entworfenen Schriften.

  4. Besonderer Hinweis für AmigaOS3, MorphOS, und AROS Benutzer: FTManager verwendet häufig sehr umständliche Namen für die Schriftarten. Wenn Sie zum Beispiel versuchen, die Schriftart "Adobe Caslon Pro Bold Italic" mit dem FTManager zu installieren, wird diese Schrift mit dem Namen "adobecaslonprobolditalic" standardmäßig versehen. Sie werden dann zwar in der Lage sein, "adobecaslonprobolditalic" auf AmigaOS3, MorphOS oder AROS mit Hollywood zu öffnen, aber natürlich wird es nicht wegen diesem peinlichen Schriftnamen auf AmigaOS4, Win32 oder macOS arbeiten. Daher sollten Sie den vorgeschlagenen Namen der Schriftart von FTManager auf folgende Weise bearbeiten:

    1. Fügen Sie Leerzeichen zwischen den verschiedenen Komponenten ein:

       
      "adobecaslonprobolditalic" -> "adobe caslon pro bold italic"
      

    2. Passen Sie die Schreibweise des Namens an (angezeigt in FTManager):

       
      "adobe caslon pro bold italic" -> "Adobe Caslon Pro bold italic"
      

    3. Nutzen Sie alle Stileinstellungen:

       
      "Adobe Caslon Pro bold italic" -> "Adobe Caslon Pro Bold Italic"
      

    Wenn Sie diese Richtlinien befolgen, wird die Schriftart auch auf anderen Systemen und nicht nur mit AmigaOS3, MorphOS sowie AROS arbeiten.


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